Tumblelog by Soup.io
Newer posts are loading.
You are at the newest post.
Click here to check if anything new just came in.

May 02 2015

achim724

Zerschlagt die Computer!
Automatisierung gefährdet Maloche!

»Unter kapitalistischen Bedingungen führt die technologische Entwicklung dazu, dass immer mehr Menschen für die Warenproduktion überflüssig werden und ihnen deshalb nur die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit oder prekärer Arbeit bleibt. In einer befreiten Gesellschaft hingegen könnte die hohe Produktivität genutzt werden, um allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen und um auf ökologisch verträgliche Weise zu produzieren.« (N.Trenkle)
___

»{Die wirkliche Ökonomie – Ersparung – besteht in Ersparung von Arbeitszeit; (Minimum (und Reduktion zum Minimum) der Produktionskosten); diese Ersparung aber identisch mit Entwicklung der Produktivkraft. Also keineswegs Entsagen vom Genuß, sondern Entwickeln von power, von Fähigkeiten zur Produktion und daher sowohl der Fähigkeiten wie der Mittel des Genusses. [...] Die Ersparung von Arbeitszeit gleich Vermehren der freien Zeit, d.h. Zeit für die volle Entwicklung des Individuums, die selbst wieder als die größte Produktivkraft zurückwirkt auf die Produktivkraft der Arbeit. [...] Die freie Zeit – die sowohl Mußezeit als Zeit für höhere Tätigkeit ist – hat ihren Besitzer natürlich in ein anderes Subjekt verwandelt und als dies andre Subjekt tritt er dann auch in den unmittelbaren Produktionsprozeß.« (Marx, Grundrisse, S. 607f.)

[...] die Arbeit unter der Knute der Kapital-Maschine darf nicht nur als Mühsal erlebt werden, sondern auch als die mögliche Befreiung von mühsamer Arbeit, um die die Gesellschaft im Kapitalverhältnis betrogen wird. (H.Kahrs in nd, 11.4.15)

Digitalisierung als Jobkiller? | nd
Reposted bypowerToThePoepleesco

January 14 2015

achim724

January 05 2015

achim724

Ulrich Beck zum BGE

im Tagesspiegel-Interview, 30.11.06

TSP: Ist diese Idee [eines bedingungslosen Grundeinkommens] nicht eine Utopie?

U.B.: Ja, eine realistische, aber keine illusionäre. Illusionär ist die Vollbeschäftigung, von der unsere Gesellschaft immer noch träumt. Wir denken, es komme nur darauf an, die Konjunktur wieder anzukurbeln, damit jeder wieder Arbeit hat. Nach 20 Jahren ziemlich erfolglosen Kampfes gegen hohe Arbeitslosigkeit müssen wir uns die Frage stellen: Wie kann man ohne Arbeitsplatz ein sinnvolles Leben führen? Genau betrachtet ist Arbeitslosigkeit ja keine Niederlage, sondern ein Sieg. Die Produktivitätssteigerung erlaubt es, mit einem Minimum an menschlicher Arbeit ein Maximum an Wohlstand zu erzielen. Freiheit statt Vollbeschäftigung – das ist heute die Alternative.

Mal angenommen, das Grundeinkommen würde eingeführt: Wer würde da überhaupt noch arbeiten wollen?

Gerade dann werden viele erst arbeiten wollen, weil sie sich endlich den Lohn nicht mehr vom Arbeitgeber vorschreiben lassen müssen, sondern selbstständig über eine gerechte Vergütung verhandeln können. Sie riskieren dabei nichts, weil sie ja ihr Grundeinkommen haben.

Und was ist mit den „billigen“ Jobs, die niemand machen will?

Die werden richtig teuer werden, gerade weil sie gemacht werden müssen und weil man dann niemanden mehr einfach mit einem Hungerlohn abspeisen kann. Das ist ja das Besondere am Grundeinkommen, dass es auch den Arbeitnehmer zum Unternehmer macht, und zwar gerade den Arbeitnehmer, der besonders schwere und unschöne Arbeit leistet.

Und diejenigen, die dann gar nicht mehr arbeiten wollen?

Sicher werden dann einige nur noch vor der Glotze hängen und faulenzen. Das tun sie allerdings auch heute schon. Es gibt da keinen Kausalzusammenhang, nur: Wer arbeiten wollen wird – und das ist die Mehrheit –, wird es viel freier und selbstbestimmter tun können als heute. [...]

Warum hat die Politik dann dieses Mittel nicht schon längst ergriffen?

Das Gerede von der Erwerbsarbeit als einzigem Sinnstifter unserer Existenz ist ein Herrschaftsinstrument. Alles ist bei uns auf Erwerbsarbeit ausgerichtet: der Rhythmus der Tageszeiten, die Ausbildung, der Übergang von der Pubertät ins Erwachsensein. Der Einzelne definiert sich vor allem über die Erwerbsarbeit; deshalb zwingt er sich zur Anpassung. Fällt dieser Selbstzwang weg, kann man die Freiheit nicht mehr kontrollieren – so fürchten viele. Wenn die Arbeit ausgeht, verlieren viele der Herren der Arbeitsgesellschaft das Fundament ihrer Macht.

Reposted bypowerToThePoepleteijakool02mydafsoup-01makrosentspanndichnicapicellaawsmeecblackbollabolladonaudampfschifffahrtsgesellschaftDUrbanmiriaminoepimetheussimpsinatoriggyllankrunadalyGoldenSquirreltcmadremdicoElfenalska

June 21 2013

achim724
"In der Folge davon wurden ästhetische Freiheit und ethische Produktivität, ursprünglich Attribute gesellschaftlich widerspenstiger, höchster Individualität zu Imperativen der Ökonomie und der Politik. Der Wunsch, anders zu sein, wird zur Normalität, an der das Individuum gemessen wird, das gleichzeitig über der Frage verzweifelt, wie es überhaupt noch anders anders sein könnte. [...]
Das Selbst erschöpft sich, wird seiner selbst müde und gerät in den Teufelskreis eines lähmenden, alle Aktivität im Keim erstickenden Sinnlosigkeitsverdachts." (K. Günther)
»Du musst Dein Leben ändern« | Blätter 6'13
Older posts are this way If this message doesn't go away, click anywhere on the page to continue loading posts.
Could not load more posts
Maybe Soup is currently being updated? I'll try again automatically in a few seconds...
Just a second, loading more posts...
You've reached the end.

Don't be the product, buy the product!

Schweinderl