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January 25 2015

achim724

SpOn stachelt zur Revolution

Mehr als acht Stunden Arbeit pro Tag sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Aber das darf immer nur die Ausnahme sein - nie die Regel.

Jeder Verstoß dagegen ist eine Ordnungswidrigkeit, für die dem Arbeitgeber ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro droht. Ist Ihr Chef uneinsichtig, kann die Ordnungswidrigkeit sogar zur Straftat werden. Dann droht bis zu ein Jahr Gefängnis.

Überstunden | SpOn, 23.1.15
Reposted by02mydafsoup-01powerToThePoeplemiriaminojuli

February 02 2014

achim724

December 25 2013

achim724
Es kommt nicht darauf an, den Menschen in der Dritten Welt mehr zu geben, sondern ihnen weniger zu stehlen. (Jean Ziegler)
aus seiner nicht gehaltener Rede zur Salzburger-Festspiele-Eröffnung '11 | SZ
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November 28 2013

achim724
Ebenso wie das Gebot «du sollst nicht töten» eine deutliche Grenze setzt, um den Wert des menschlichen Lebens zu sichern, müssen wir heute ein «Nein zu einer Wirtschaft der Ausschliessung und der Disparität der Einkommen» sagen. Diese Wirtschaft tötet. Es ist unglaublich, dass es kein Aufsehen erregt, wenn ein alter Mann, der gezwungen ist, auf der Strasse zu leben, erfriert, während eine Baisse um zwei Punkte in der Börse Schlagzeilen macht. Das ist Ausschliessung. Es ist nicht mehr zu tolerieren, dass Nahrungsmittel weggeworfen werden, während es Menschen gibt, die Hunger leiden. Das ist soziale Ungleichheit. Heute spielt sich alles nach den Kriterien der Konkurrenzfähigkeit und nach dem Gesetz des Stärkeren ab, wo der Mächtigere den Schwächeren zunichte macht. Als Folge dieser Situation sehen sich grosse Massen der Bevölkerung ausgeschlossen und an den Rand gedrängt: ohne Arbeit, ohne Aussichten, ohne Ausweg. Der Mensch an sich wird wie ein Konsumgut betrachtet, das man gebrauchen und dann wegwerfen kann. Wir haben die «Wegwerfkultur» eingeführt, die sogar gefördert wird. Es geht nicht mehr einfach um das Phänomen der Ausbeutung und der Unterdrückung, sondern um etwas Neues: Mit der Ausschliessung ist die Zugehörigkeit zu der Gesellschaft, in der man lebt, an ihrer Wurzel getroffen, denn durch sie befindet man sich nicht in der Unterschicht, am Rande oder gehört zu den Machtlosen, sondern man steht draussen. Die Ausgeschlossenen sind nicht «Ausgebeutete», sondern Müll. [...]
Um einen Lebensstil vertreten zu können, der die anderen ausschliesst, oder um sich für dieses egoistische Ideal begeistern zu können, hat sich eine Globalisierung der Gleichgültigkeit entwickelt. [...]
«Die eigenen Güter nicht mit den Armen zu teilen bedeutet, diese zu bestehlen und ihnen das Leben zu entziehen. Die Güter, die wir besitzen, gehören nicht uns, sondern ihnen.» [...]
Heute wird von vielen Seiten eine grössere Sicherheit gefordert. Doch solange die Ausschliessung und die soziale Ungleichheit in der Gesellschaft und unter den verschiedenen Völkern nicht beseitigt werden, wird es unmöglich sein, die Gewalt auszumerzen. [...] Wenn die lokale, nationale oder weltweite Gesellschaft einen Teil ihrer selbst in den Randgebieten seinem Schicksal überlässt, wird es keine politischen Programme, noch Ordnungskräfte oder Intelligence geben, die unbeschränkt die Ruhe gewährleisten können. Das geschieht nicht nur, weil die soziale Ungleichheit gewaltsame Reaktionen derer provoziert, die vom System ausgeschlossen sind, sondern weil das gesellschaftliche und wirtschaftliche System an der Wurzel ungerecht ist.
Kapitlismus-Kritik | HZ

November 13 2013

achim724
»Das Rote Kreuz teilt nun mehr Essen in Europa aus als in Afrika«, sagte der Generalsekretär des Dänischen Roten Kreuzes, Andreas Landekarl, kürzlich im dänischen Rundfunk. »Dies ist sicher nicht angenehm, und da wir ein verhältnismäßig reicher Kontinent sind, müssen wir dies sehr ernst nehmen.«

Müssen wir sehr ernst nehmen?! Wir, d.h. insbesondere die Nordhalbkugler, müssen uns in Grund&Boden schämen, tatenlos zuzulassen, dass im Interesse eines Promillesatzes unserer Bevölkerung der Planet geplündert und irreversibel zerstört wird und seine Völker immer tiefer ins Elend gestürzt werden! – Nur die Scham wird uns überleben (frei nach Kafka).
Essen oder Miete | ND
Reposted byverschwoerer verschwoerer

June 22 2013

achim724
"Wer sich die Ziele des Unternehmens zu eigen macht, sich mit einem Stück seiner Lebenszeit voll und ganz dem gemeinsamen Projekt verschreibt, wer hoch motiviert das Letzte aus sich herausholt für den Erfolg auf dem Markt, ist ökonomisch produktiver als der zwischen neun und fünf Uhr Anweisungen seines Chefs entgegennehmende und brav ausführende Durchschnittsangestellte, der sich ansonsten zu Hause nur seiner Familie und seinen Hobbys widmet.[...]
Eine globalisierte Ökonomie, die vor allem vom innovativen und kreativen Gebrauch des Wissens sowie von kommunikativen Fähigkeiten abhängt, ist auf ein „unternehmerisches Selbst“ (Bröckling) angewiesen, das seine wirtschaftliche Produktivität zum wesentlichen Bestandteil seiner ethischen Identität macht. [...]
In der Sensibilität und der Empathie für das Opfer und seine Traumatisierung wird uns bewusst, dass wir nichts als dieses eine Leben haben, aus dem wir in einem riskanten Prozess etwas machen müssen, dabei unter Bedingungen der Ungewissheit entscheidend und unter Unsicherheit handelnd, auf andere vertrauend mit dem Risiko, enttäuscht zu werden. Uns wird gleichsam in einem Schicksal gebündelt vor Augen geführt, wie groß das Risiko ist, das eigene Leben zu verfehlen, wie rasch die ungeheure ethische Produktivität und Kreativität des Selbst versiegen kann, wenn man nach dem schrecklichen Ereignis nicht mehr weiß, wie man weiterleben soll.
Das Verbrechens- oder Missbrauchsopfer ist nicht nur, wie der New Yorker Kriminologie David Garland gezeigt hat [Kultur der Kontrolle, 2008], der repräsentative Charakter für eine von sozialen Abstiegsängsten bedrohte Mittelschicht, sondern vor allem auch die kollektive Chiffre für das Trauma eines biographischen Unfalls." (Klaus Günther) 
»Du musst Dein Leben ändern« | Blätter 6'13

June 21 2013

achim724
"In der Folge davon wurden ästhetische Freiheit und ethische Produktivität, ursprünglich Attribute gesellschaftlich widerspenstiger, höchster Individualität zu Imperativen der Ökonomie und der Politik. Der Wunsch, anders zu sein, wird zur Normalität, an der das Individuum gemessen wird, das gleichzeitig über der Frage verzweifelt, wie es überhaupt noch anders anders sein könnte. [...]
Das Selbst erschöpft sich, wird seiner selbst müde und gerät in den Teufelskreis eines lähmenden, alle Aktivität im Keim erstickenden Sinnlosigkeitsverdachts." (K. Günther)
»Du musst Dein Leben ändern« | Blätter 6'13
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