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January 11 2015

achim724

No, we are NOT all Charlie
(and that’s a problem)

If 'we' are going to expect of 'them' to abide by freedom of speech, than this freedom of speech should either be totally free or protect all groups equally (which, I believe, is impossible). If 'we' want 'them' to abide by the (not 'our'!) democratic rules of the game, 'we' should also accept 'them' as equal citizens. Too often Islam and Muslims are treated as foreign, either linked to immigration or to a foreign country/region. But the majority of Muslims in most European countries are citizens, born and raised in Europe. In other words, 'they' are 'us'! So, as much as 'they' have to come to terms with living in 'our' country, 'we' have to come to terms with the fact that it is 'their' country too!
Cas Mudde in OpenDemocracy, 7.1.15

January 10 2015

achim724

Vielfalt begrüßen!

Der Wiener Kardinal Franz König hat, kurz vor seinem Tod 2004, in einer Zeit, in der in österreichischen Wahlkämpfen gegen Ausländer gehetzt wurde, einen europäisch-programmatischen Satz gesagt: 'Wir haben so viele verschiedene Kulturen auf heimatlichem Boden. Dieser Reichtum darf nicht nivelliert werden; er muss das vereinte Europa prägen.' Das ist die Antwort auf Pegida. Das ist die Antwort auf Islamisten und Islamhasser. Der Reichtum der Kulturen, Traditionen, Religionen und Menschen - er muss hineingenommen werden in die Europäische Union. Dann wird aus ihr die Heimat Europa.
Prantl-Kommentar | SZ

January 09 2015

achim724

Interview auf Verdacht

Einen Imam interviewen zu wollen, zu einem Zeitpunkt, in dem noch überhaupt nicht klar ist, dass Islamisten hinter dem Anschlag stecken, ist journalistisch – mindestens – problematisch. Ich rede mit meinem Chef und bitte ihn um eine Einschätzung. Er sagt: Solange du klar machst, dass wir zu diesem Zeitpunkt nicht mit letzter Sicherheit sagen können, ‚ja, dahinter stecken wirklich Islamisten’, passt es. Es ist wichtig, das transparent zu halten“. Für einen (sehr) kurzen Moment denke ich darüber nach, das Interview jetzt zu führen und erst später zu veröffentlichen. Das verwerfe ich allerdings schnell wieder.

Ich rede mit Idriz, wir posten das Interview, es stößt auf immenses Interesse. Idriz sagt sehr schlaue Sachen, wie ich finde. Zum Beispiel: 'Diese Menschen haben unserer Religion viel mehr Schaden zugefügt, als diese Karikaturen es jemals tun könnten.' Es ist diese Form der Trauer, die ich als besonders bezeichne. Weil durch sie automatisch klar wird, wer spricht: Muslime selbst. Idriz sagt ebenfalls, dass die muslimische Community eine härtere Auseinandersetzung braucht mit eben diesen Menschen, deren Ansichten radikal sind. Auch diese Sicht teile ich.
hakantee auf kleinerdrei

June 22 2013

achim724
Die EU scheint sich angesichts dieser Verbindung von extremem Neoliberalismus mit fundamentalistischem Konservatismus mit den Islamisten zu arrangieren, ohne weitere Demokratisierungsschritte ernsthaft durchsetzen zu wollen.
Tunesischer Herbst | Blätter
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Schweinderl