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May 07 2015

achim724

Kapital vs. Klima

Es ist ja nicht so, als sprächen wir über eine Wirtschaftsweise, die wunderbar funktioniert – von der Kleinigkeit einmal abgesehen, dass sie die Meere anschwellen lässt. Vielmehr ist es doch so, dass wir den Anstieg der Meeresspiegel zulassen, um ein Wirtschaftssystem zu schützen, das den Bedürfnissen der überwiegenden Mehrheit auf diesem Planeten nicht gerecht wird – mit oder ohne Klimawandel. Ein System, dem schon die Arbeitsplatzsicherheit unzähliger Menschen geopfert wurde, ihr Recht auf ordentliche Bildung, angemessene Gesundheitsversorgung – dasselbe System, das jetzt keinen Zweifel an seiner Bereitschaft lässt, die Lebensgrundlagen unserer Erde zu zerstören. Wir können ganz einfach nicht zulassen, dass dies geschieht.

                                                                                    Naomi Klein
Leider Bezahlartikel in Blätter 5'15
Reposted byhexxedychterFyrst

March 12 2015

achim724

Der deutsche Medien-Mainstream gräbt der Bevölkerung einen Tunnelblick und macht das ganze Land zum
'Tal der Ahnungslosen'

Jeder Mensch, der ein bisschen Verständnis für ein Miteinander hat, sollte doch eigentlich begreifen, dass auftrumpfendes Herrenreitergehabe aus der Position der mächtigsten Wirtschaft Europas gegenüber den kleinen Ländern als arrogante Übertretung angesehen wird und man in einer gleichberechtigten Europäischen Union niemanden ohne Folgen als Befehlsempfänger abkanzeln kann. Es geht hier nicht nur um Sachpolitik, sondern immer auch um Zungenschläge. Wem jedes Gespür für Empathie abgeht und wer glaubt, Partner so behandeln zu können, ist gewissermaßen ein 'objektiver Antieuropäer'. Kurz gesagt, er zerstört Europa, egal, ob er das mit Absicht oder nur aus Dummheit tut. Man sehnt sich geradezu nach der Kohlschen Art Europa zu führen zurück. Kein Wunder, dass der Ex-Kanzler über Angela Merkel gesagt hat: 'Die macht mir mein Europa kaputt.'
R.Misik in DGB-Gegenblende, 11.3.15
Reposted by02mydafsoup-01 02mydafsoup-01

December 04 2014

achim724

Legalize it!

Mexico gegen Neoliberalismus & Prohibition

December 26 2013

achim724
Demokratie kann alles sein, was man in ihr sehen will. Sie ist die Hure der freien Welt, bereit, sich herauszuputzen und andere niederzumachen; bereit, ein breites Geschmacksspektrum zu befriedigen; verfügbar, um nach Belieben benutzt und missbraucht zu werden. [...] moderne Demokratien existieren nun bereits so lange, dass Vertreter eines neoliberalen Kapitalismus genug Zeit hatten zu lernen, wie Demokratie zu korrumpieren ist. Die neo-liberalen Kapitalisten sind Meister darin geworden, die Instrumente dieser Staatsform - die unabhängige Justiz, die freie Presse, das Parlament - zu infiltrieren und sie für ihre Bedürfnisse zu modellieren. Mit ihrer gezielten Konzernglobalisierung haben sie das System endgültig geknackt. Freie Wahlen, eine freie Presse und eine unabhängige Justiz bedeuten wenig, wenn sie durch den freien Markt zu verkäuflichen Gütern abgewertet und an den Meistbietenden verhökert werden.
Auf dem Weg zur imperialen Demokratie | Arundhati Roy
Reposted bypowerToThePoeple powerToThePoeple

September 04 2013

achim724
Zu behaupten, dass menschliche Zuwendung und sozialer Zusammenhalt im Grunde nur über Gratisarbeit zu erreichen seien, ist ein Schlag ins Gesicht der Krankenschwestern und Altenpfleger, der Erzieherinnen und Sozialpädagogen, die ja auch einmal ihre Berufe wählten, um mit Menschen zu arbeiten und ihnen zu helfen – die allerdings die Unverfrorenheit besitzen, dafür Gehälter zu erwarten.[...]
Im Sinne einer möglichst schlanken Verwaltung zielen Governance-Programme auf Privatisierung und Deregulierung, sprich: auf die Verlagerung staatlicher bzw. öffentlicher Entscheidungskompetenzen auf private „Akteure“. Dem bürgerschaftlichen Engagement kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Dabei wird stets behauptet, dass die Gratis-Arbeit der Engagierten nicht aus betriebswirtschaftlichem Kalkül gefördert werde, sondern aus demokratiepolitischem: Indem Staat und Kommunen uns, den Engagement-Willigen, helfen, unseren Wunsch nach Engagement umzusetzen, eröffnen sie uns zugleich neue Wege der Partizipation am Gemeinwesen. Aus der Not – der finanziellen Austrocknung von Wohlfahrtsstaat, Bildungssektor und Kommunen – wird so eine demokratische Tugend gebastelt.[...]
Mehr Einfluss auf kommunalpolitische Entscheidungen, größere Chancen, unser aller Kreativität einzubringen, mehr Partizipation – das klingt sympathisch nach Basisdemokratie oder, neudeutsch, nach Empowerment.
Fatale Kultur des Ehrenamts | Blätter

August 18 2013

achim724
Nichts ist gestaltungsunfähiger als ein Jurist.
Kaputtsparen | TSP

June 22 2013

achim724
Die EU scheint sich angesichts dieser Verbindung von extremem Neoliberalismus mit fundamentalistischem Konservatismus mit den Islamisten zu arrangieren, ohne weitere Demokratisierungsschritte ernsthaft durchsetzen zu wollen.
Tunesischer Herbst | Blätter
achim724
"Wer sich die Ziele des Unternehmens zu eigen macht, sich mit einem Stück seiner Lebenszeit voll und ganz dem gemeinsamen Projekt verschreibt, wer hoch motiviert das Letzte aus sich herausholt für den Erfolg auf dem Markt, ist ökonomisch produktiver als der zwischen neun und fünf Uhr Anweisungen seines Chefs entgegennehmende und brav ausführende Durchschnittsangestellte, der sich ansonsten zu Hause nur seiner Familie und seinen Hobbys widmet.[...]
Eine globalisierte Ökonomie, die vor allem vom innovativen und kreativen Gebrauch des Wissens sowie von kommunikativen Fähigkeiten abhängt, ist auf ein „unternehmerisches Selbst“ (Bröckling) angewiesen, das seine wirtschaftliche Produktivität zum wesentlichen Bestandteil seiner ethischen Identität macht. [...]
In der Sensibilität und der Empathie für das Opfer und seine Traumatisierung wird uns bewusst, dass wir nichts als dieses eine Leben haben, aus dem wir in einem riskanten Prozess etwas machen müssen, dabei unter Bedingungen der Ungewissheit entscheidend und unter Unsicherheit handelnd, auf andere vertrauend mit dem Risiko, enttäuscht zu werden. Uns wird gleichsam in einem Schicksal gebündelt vor Augen geführt, wie groß das Risiko ist, das eigene Leben zu verfehlen, wie rasch die ungeheure ethische Produktivität und Kreativität des Selbst versiegen kann, wenn man nach dem schrecklichen Ereignis nicht mehr weiß, wie man weiterleben soll.
Das Verbrechens- oder Missbrauchsopfer ist nicht nur, wie der New Yorker Kriminologie David Garland gezeigt hat [Kultur der Kontrolle, 2008], der repräsentative Charakter für eine von sozialen Abstiegsängsten bedrohte Mittelschicht, sondern vor allem auch die kollektive Chiffre für das Trauma eines biographischen Unfalls." (Klaus Günther) 
»Du musst Dein Leben ändern« | Blätter 6'13
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