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February 18 2015

achim724

50 Shades of torture

Nehmt den Fall von Erma Faye Stewart, eine alleinstehende afro-amerikanische Mutter von zwei Kindern, die im Alter von 30 Jahren im Jahr 2000 bei einer Drogenrazzia in Hearne, Texas verhaftet wurde. Im Gefängnis bekam sie Panik, weil niemand sich um ihre zwei kleinen Kinder kümmern konnte.

Obwohl sie ihre Unschuld beteuerte, sagte der vom Gericht gestellte Anwalt zu ihr, sich schuldig zu bekennen, da der Staatsanwalt dann Bewährung anbiete. Frau Stewart war einen Monat im Gefängnis bis sie nachgab. Sie wurde zu 10 Jahren Bewährung verurteilt und einer Geldstrafe von 1000 $. Die wahre Strafe begann mit ihrer Freilassung. Frau Stewart hatte somit ein Strafregister; sie war ohne Mittel, ihre Essensmarken wurden ihr gestrichen und sie wurde aus ihrer Sozialwohnung geworfen. Nachdem sie obdachlos wurde, nahm man ihr die Kinder weg und gab sie in ein Kinderheim. Am Ende hatte sie alles verloren, obwohl sie sich auf den Deal eingelassen hatte.

December 17 2014

achim724

Sklaven aus dem Osten für Schlands Fleischindustrie

"Die Gegend zwischen Oldenburg in Niedersachsen und Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands größte Schlachtanlage. Hier werden jedes Jahr 3,5 Millionen Tonnen Schweine-, 900.000 Tonnen Geflügel- und 400.000 Tonnen Rindfleisch produziert. Schlachten, das bedeutet: Hals aufschneiden, aufhängen, Rektum aufbohren, enthäuten, aufschneiden, zerteilen, verpacken.

Wir wollen immer mehr Fleisch essen, und wir wollen es immer billiger haben. In Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen führt das zu einem System aus Hochtechnologie und Menschenhandel. Alle machen mit, Firmen wie: Wiesenhof, Tönnies, Heidemark. Die Gegend ist auch eine Brutstätte für multiresistente Keime, gegen die manchmal keine Antibiotika mehr wirken. Es ist ein System, das krank machen kann. [...] Landwirte gelten in Kliniken als Risikogruppe und werden oft isoliert.

[...] Er wusste nur: Wenn er um Mitternacht beginnt, konnte es sein, dass er erst um 15.30 Uhr am nächsten Tag gehen durfte. [...] So arbeiten rumänische Arbeiter in Deutschland zu rumänischen Bedingungen. Und kein Staatsanwalt kann etwas dagegen tun. [...]

Die Schlachthöfe gliedern ganze Produktionsschritte an die Subunternehmer aus. 'Dadurch ist ein Milliardenmarkt mit mafiösen Strukturen, Lohndumping und moderner Sklaverei entstanden', sagt Matthias Brümmer, der Oldenburger Sekretär der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten.

'Wir leben hier im Fettfleck, das kann man wirklich sagen', sagt Brümmer. 'Hier gibt’s mehr Viecher als Menschen in der Dichte. Und auch mehr Scheiße. Das färbt wahrscheinlich im Kopf ab.' Brümmer sagt, es gebe mittlerweile mindestens 40.000 Werkvertragsarbeiter in der deutschen Fleischindustrie. Die Zahl steige immer weiter.

Kaum ein Arbeiter bekommt mehr als 1000 Euro im Monat ausgezahlt. Die meisten verdienen um die 800 bis 900 Euro netto im Monat, häufig bei mehr als zwölf Stunden Arbeit am Tag an sechs Tagen in der Woche. Einige bekommen nur Abrisszettel oder überhaupt keine Gehaltsabrechnung. Von ihrem Gehalt müssen die Arbeiter ihr Bett bezahlen: 200 bis 290 Euro pro Monat. Oft müssen sie sich die Messer, Schuhe und Schürzen, die sie zum Schlachten brauchen, selbst kaufen.

[...] Man erkennt die Hierarchie am Schlachtplatz der Puten. Puten zu mästen und zu schlachten, gilt in der Branche als das Widerlichste. Puten fressen ihren eigenen Kot. Kein Arbeiter der Schlachtindustrie isst Putenfleisch. Puten werden derzeit fast nur noch von Bulgaren geschlachtet. Viele arbeiten für die Schlachterei Geestland – das Unternehmen verkauft sein Fleisch auch unter der Marke Wiesenhof – und leben in Wildeshausen in der Hermann-Ehlers-Straße in einer Art Ghetto. Mehrere Arbeiter schildern regelmäßige Rundgänge von Männern, die kontrollieren, ob die Wohnungen aufgeräumt und die Heizungen nicht zu hoch eingestellt sind. Ist das doch der Fall, müssten alle eine Strafe bezahlen. Die Arbeiter nennen diese Männer Kapos."
Reposted byunbillRekrut-KrepluggedStefan51278veganvegetarianmkaynoastreichelnundrollendevloqueverschwoerertowserLattemakauenconsensualnonconsentSteinkauzsuppenschluerferDUrbangetstonedbirkepaketrunkensteinpfannkuchen

November 08 2013

achim724
Das ist halt der übliche Trick, wenn man anderen Menschen an die Grundrechte will: Man sucht sich ein Extrembeispiel, für das man Mehrheiten oder wenigstens 100 publicityräufreudige, kurz denkende Prominente findet.
Don Alfonso | FAZ
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Schweinderl