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June 23 2015

achim724

Aggressiver oder doch besser: bellezistischer Humanismus

Menschen gibt es genug. Aber einen Tiger. Versuch mal, einen aussterbenden Tiger zu machen! Selbst Pinguine in der Antarktis, Robben in Alaska oder seltene Käfer im Schwarzwald besitzen in Deutschland eine wirksamere Lobby als alle bedrohten Menschen zusammen. Diese Einsicht macht aus der kleinen Sensation einen historischen Skandal!

[Wie grandios abwegig, Engagement für bedrohte Arten, eine lebenswerte "Um"welt, eine zukunftsfähige Stadtentwicklung usvw. gegen das für Menschenrechte auszuspielen, ein Entweder-oder draus zu fabrizieren statt des doch wirklich selbstverständlichen Sowohl-als auch!
Kaum vorstellbar, dass die Vordenker*innen des ZPS nicht wissen, dass es für die kompliziertesten Probleme klare, einfache, unmittelbar einleuchtende, obendrein noch schöne Lösungen gibt - nur sind sie zumeist falsch.
Im ganzen Text sucht mensch übrigens vergeblich Begriffe wie Guantánmo, Abu Ghraib, Ramstein, Indigene, humanitäre Einsätze (womit die aggressiven Militäreinsätze zum Schutz "unserer" Rohstoffe und eigenen Truppen bemäntelt werden, heißen hier "Genozidinterventionen") und das Wort "Krieg" fällt vorwiegend im Zusammenhang mit Tschtschenien. Das Napalm auf Vietnam hat nichts mit der bewunderten Supermacht zu tun, Laos und Kambodscha, worauf mehr Bomben fielen als im gesamten Weltkrieg II, was schließlich eine der grässlichsten Regime an die Macht brachte, die einen Genozid am eigenen Volk verübte, aber vom Westen als alleinige Vertretung ihres bestialisch geschundenen Volkes anerkannt blieb, und last not least der Irak - all das bleibt ungenannt. Andererseits gehört schon einige Chuzpe dazu, das in infamer Auslegung eines UN-Mandats buchstäblich wie auch als Staat zerstörte Libyen zu erwähnen. Warum die aufgezählten Staaten zerfallen, interessiert nicht. Über das brachiale Eingreifen der barbarischen, aber treu verbündeten, nur immer weiter aufgerüsteten Diktatur Saudi Arabien im Jemen mit zahlreichen zivilen Opfern - kein Wort. (Dass es außerdem keiner Reise nach Somalia bedarf, sondern nur der natürlich wenig spektakulären Begleitung eines "Hartzers", einer "Hartzerin" ins Job Center hängt damit zusammen, dass Menschen- und Grundrechte unteilbar sind. - Und der Vergleich Bosniens/Srebrenica mit Auschwitz und dem Holocaust - eine groteske Relativierung des industriellen Massenmords - diente bekanntlich dem ersten grünen dt. Außenminister zur Rechtfertigung des ersten dt. Angriffskriegs seit 1939.]

Aggressiver Humanismus | ZPS

July 12 2014

achim724

January 03 2014

achim724

Und nun hat der Berliner Senat, unter dem enormen Druck des Immobilienmarktes und der Eitelkeit seines Regierenden Bürgermeisters, eine Agentur eingerichtet, deren Zweck darin besteht, diesen Ort symbolisch und materiell zu zerstören. Unter der an Niedertracht kaum zu überbietenden Handelsmarke „Tempelhofer Freiheit“ wird das Feld „erschlossen“, angeblich behutsam und im Interesse des Gemeinwohls: Auf dem Hang mit dem einmaligen Blick werden „Wohnquartiere“ entstehen, im Süden ein „Businesscenter“, und am Tempelhofer Damm ein „Bildungsquartier“ mit einer höchst umstrittenen Bibliothek als „Ankerinvestition“. Die Sprache, mit der die „Erschließung“ von den GmbH’s des Senats betrieben wird, ist nicht die Sprache der Verwaltung oder der Politik, sondern der Immobilien- und der Werbebranche. „Wenn Sie an Flächen auf der Tempelhofer Freiheit interessiert sind, kontaktieren Sie uns“, heißt es auf der Website. Die Bürger werden herzlich eingeladen, sich an dem angeblichen „Modellort der partizipativen Stadtentwicklung“ einzubringen, in einen „formalen Planungsprozess“, dessen Ergebnis längst beschlossene Sache ist. Dabei weiß man: „Die spontane, ungeplante Nutzung freier Flächen ist charakteristisch für Berlin“, und will daraus noch Marktwert schlagen, bevor man es kaputt macht. Wer auf dem um ein Drittel geschrumpften Rest-Feld etwas unternehmen will, darf sich als „Pionier“ registrieren lassen, ein „Pionierverfahren“ durchlaufen und sein „Pionierprojekt“ an ein „Pionierfeld“ anpassen. Klingt irgendwie nach DDR? Ist es aber nicht: nur ein bisschen Pionier-Yoga, zwischen Stadtquartier, Businesscenter und Eventlocation in urbaner Parklandschaft.

Bis zum 13. Januar läuft ein Volksbegehren, das zeigen will, was an „partizipativer Stadtentwicklung“ tatsächlich möglich ist: die Nutzung eines demokratischen Verfahrens, um ein Schutzgesetz durchzusetzen, damit Berlin inne hält und Luft gewinnt gegen den Ansturm auf seine Lücken und Leerstellen und auf seinen öffentlichen Raum: http://www.thf100.de.

September 03 2013

achim724
Der Grüne Bezirksverordnete Jochen Biedermann stellte in diesem Zusammenhang klar, wie Bürger_innenbeteiligung in Neukölln und auch in Gesamtberlin abläuft – und zwar in zwei Phasen: „Es gibt das 'noch nicht' und es gibt das 'nicht mehr'. Zuerst erklärt die Verwaltung engagierten Bürger_innen, die Einfluss nehmen wollen, dass die Planungen noch nicht noch so weit seien. Dann ist lange Funkstille und am Ende sagt die Verwaltung plötzlich: Hätten Sie uns das mal früher gesagt, dann hätten wir Ihren Vorschlag in die Planungen mit einfließen lassen. Jetzt ist es zu spät.“
Stachelinger Infobrief 6'13

August 07 2013

achim724
STADTABRISS OST

Entgegen den Beteuerungen des Senats war der Zweck des sogenannten Rückbaus [mit dem 2003 gestarteten Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" sind bis 2008 v.a. in Marzahn-H. rund 4500 mit öffentlichen Mitteln gebaute Wohnungen mit ~ abgerissen worden] doch weitestgehend eine "Marktbereinigung" im Interesse der dortigen Vermieter. Alternativen wie der Vorschlag, die damals leeren Wohnungsbestände "einzumotten", damit man sie später bei Bedarf wieder reaktivieren kann, wurden seinerzeit überhaupt nicht ernst genommen. Der letzte Stadtumbau-Abriss fand vor gerade einmal fünf Jahren statt, und es wird munter weiter preiswerter Wohnraum vernichtet: zum Beispiel am Lützowplatz in Tiergarten oder am Barbarossaplatz in Schöneberg.

Siehe auch hier.
Kurzsichtige Abrisspolitik | Mietermagazin 5'13
Reposted bysalat salat

May 19 2013

achim724

Partizipationsunfähig

Die Tempelschöner Grünen versuchen in wirklich übler Manier, einen Jahrzehnte währenden Widerstand der betroffenenen Bestandsbevölkerung gegen die Bebauung der Bautzener Brache -  aktuell durch ein privates Wohnungsbauprojekt des HELLWEG-Eigners Reinhold Semer - öffentlich zu diskreditieren.
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